Eine Gruppe von
Frauen der Neckarsulmer Frauenakademie erlebt ein Akademiewochenende im
Kloster Schöntal. Mittlerweile eine liebgewordene Veranstaltung, dieses Jahr
vermutlich zum letzten Mal. Leider!
Wie jedes Jahr werden spannende Themen angeboten. Für jeden
ist etwas dabei. Gleichzeitig bietet es uns die Möglichkeit, sich noch besser kennen zu lernen und
entstandene Freundschaften zu vertiefen.
Der harte Kern der Abendgruppe hatte am Vormittag das Thema
„Beginen“. Gewohnt routiniert brachte uns unsere Dozentin
Frau
Rohr das Thema nahe.
Der Ursprung der Beginenbewegung begann in Flandern,
breitete sich entlang der Handelswege den Rhein grenzüberschreitend aus.
Bei den Beginen handelt es sich um eine christliche
Lebensform, die nicht zu vergleichen ist, mit dem klösterlichen Leben. Der wesentliche Unterschied besteht darin,
dass die Beginen wirtschaftlich autark waren. Aufgenommen wurden entweder
Frauen aus vermögenden Patrizier-, Handwerks-, oder Adelsfamilien, oder auch vermögende
Witwen. Nicht vermögende Frauen wurden
nur dann aufgenommen, wenn sie eine
bestimmte Fertigkeit vorweisen konnten. Durch ihre wirtschaftliche
Unabhängigkeit waren die Beginen in der Lage Sozialfürsorge in der Stadt zu
leisten, Hospitäler zu unterhalten und Bildungswesen aufzubauen. Ein weiterer
wichtiger Unterschied bestand in ihrer
demokratischen Struktur. Es wurde auf gleicher Augenhöhe agiert.
Zunächst lebten Sie in den eigenen Familien und schlossen
sich später in Konventen und Beginenhöfen zusammen.
Bis ca 1310 konnten sie sich frei und überaus erfolgreich
entfalten. Schließlich waren sie der Kirche ein Dorn im Auge und wurden 1311
auf dem Konzil von Vienne der Häresie beschuldigt. Der Druck wurde so groß, dass sie Ende des 15. Jahrhunderts schließlich durch
·
Verfolgung durch die Kirche·
wirtschaftliche Konkurrenz zu den Zünften·
Reformation
bekämpft und vernichtet wurden.
Unsere zweite Unterrichtseinheit besteht in der großen
Herausforderung, das Gelernte just in der Hochphase des Suppenkomas direkt nach
dem Essen, in Worte zu fassen. Was ja noch gerade so geht. Richtig schwierig
wird es erst jetzt, denn jetzt soll das ganze Zeug noch ins Netz.
Hierzu bedienen wir uns großzügig der Mithilfe eine zweiten
Koryphäe, unserer Dozentin Frau Fickenscher.
Für sie stellt sich heute Nachmittag die Aufgabe, uns in die Welt der Blogger
einzuführen.
Und wir alle sind einhellig der Meinung, es hat uns großen
Spaß gemacht.