Samstag, 28. Januar 2012

Workshop Beginen bei Frau Rohr


Eine Gruppe von  Frauen der Neckarsulmer Frauenakademie erlebt ein Akademiewochenende im Kloster Schöntal. Mittlerweile eine liebgewordene Veranstaltung, dieses Jahr vermutlich zum letzten Mal. Leider!
Wie jedes Jahr werden spannende Themen angeboten. Für jeden ist etwas dabei. Gleichzeitig bietet es uns die Möglichkeit,  sich noch besser kennen zu lernen und entstandene Freundschaften zu vertiefen.
Der harte Kern der Abendgruppe hatte am Vormittag das Thema „Beginen“. Gewohnt routiniert brachte uns unsere Dozentin Frau Rohr das Thema nahe.
Der Ursprung der Beginenbewegung begann in Flandern, breitete sich entlang der Handelswege den Rhein grenzüberschreitend aus.


Bei den Beginen handelt es sich um eine christliche Lebensform, die nicht zu vergleichen ist, mit dem klösterlichen Leben.  Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Beginen wirtschaftlich autark waren. Aufgenommen wurden entweder Frauen aus vermögenden Patrizier-, Handwerks-, oder Adelsfamilien, oder auch vermögende Witwen.  Nicht vermögende Frauen wurden nur  dann aufgenommen, wenn sie eine bestimmte Fertigkeit vorweisen konnten. Durch ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit waren die Beginen in der Lage Sozialfürsorge in der Stadt zu leisten, Hospitäler zu unterhalten und Bildungswesen aufzubauen. Ein weiterer wichtiger Unterschied bestand in  ihrer demokratischen Struktur. Es wurde auf gleicher Augenhöhe agiert.
Zunächst lebten Sie in den eigenen Familien und schlossen sich später in Konventen und Beginenhöfen zusammen.

Bis ca 1310 konnten sie sich frei und überaus erfolgreich entfalten. Schließlich waren sie der Kirche ein Dorn im Auge und wurden 1311 auf dem Konzil von Vienne der Häresie beschuldigt. Der Druck  wurde so groß, dass sie Ende des  15. Jahrhunderts schließlich  durch
·         Verfolgung durch die Kirche
·         wirtschaftliche Konkurrenz  zu den Zünften
·         Reformation
bekämpft und vernichtet wurden.

Unsere zweite Unterrichtseinheit besteht in der großen Herausforderung, das Gelernte just in der Hochphase des Suppenkomas direkt nach dem Essen, in Worte zu fassen. Was ja noch gerade so geht. Richtig schwierig wird es erst jetzt, denn jetzt soll das ganze Zeug noch ins Netz.

Hierzu bedienen wir uns großzügig der Mithilfe eine zweiten Koryphäe,  unserer Dozentin Frau Fickenscher. Für sie stellt sich heute Nachmittag die Aufgabe, uns in die Welt der Blogger einzuführen.

Und wir alle sind einhellig der Meinung, es hat uns großen Spaß gemacht.

1 Kommentar:

  1. Mein Kompliment, liebe Akademiefrauen ! Ich habe Ihren Bericht mit großem Interesse gelesen und finde ihn einfach gelungen. Dass die gemeinsame Arbeit Spaß gemacht hat, sieht man nicht zuletzt an dem Foto - weiter so !
    Waltraud Rohr

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